BLAZE: »SILICON MESSIAH«

Ätsch! Dickinson-als-Maiden-Sänger werden mich jetzt wahrscheinlich hassen, aber im Großen und Ganzen ist das wohl die Platte, die Harris und Co. in der letzten Zeit nicht mehr auf den Schirm bekommen haben. Nicht, daß »Virtual IX« und »The X-Factor« schlecht gewesen wären. Aber die einst so genialen Instrumentierungen und Songstrukturen ließen einfach diese kleinen, ekligen Widerhaken vermissen. Und das wird einem deutlich, wenn man sich »Silicon Messiah« gibt. Und bitte verzieht beim Opener »Ghost In The Machine« nicht gleich die Bebben, nur weil er ein wenig modern aufgemacht ist. Wird schon. Spätestens ab dem Titeltrack selbst und »Born As A Stranger« fällt der Groschen. Sicher erinnert die ganze Geschichte a bissel an Iron Maiden, nur dann muß ich mich fragen, warum muß Blaze Bailey samt neuer Band zeigen wie Maiden klingen sollten?? Diese Scheibe hat dermaßen viel Saft und Sinn für melancholisch-kraftvolle Momente, daß man sich ihrem rauhen Charme nicht entziehen kann. Und überhaupt kommt Blaze´s kehlige Stimme nun viel besser zur Geltung. »Silicon Messiah« ist von vorne bis hinten eine Old-School-Metal-Scheibe: Griffige und prägnante Riffs, satter Rhythmusteppich, ein bißchen trocken und mit einem Sänger, der auch wie einer klingt und nicht wie eine verhinderte Sie. Wenn das der Stuhl ist, der Blaze musikalsisch paßt, dann sollte er doch bitte noch lange sitzen bleiben. Und angesichts »Stare At The Sun« braucht man »Tears Of The Dragon« erst recht nicht mehr. Legt eh jeder Hanswurscht auf.(SPV/Steamhammer)EV

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