Juhu, Apple spielt mit

Klar, das weiß wahrscheinlich schon jeder oder hat es zumindest peripher mitbekommen: Apple will wohl auch beim Markt der Elektro-Autos mitmischen. Toll. Öhm. Die Idee ist geschäftlich ja nachvollziehbar, denn irgendwann ist´s mit den Benziner eh Schicht im Schacht – und insofern ist es verständlich, daß Motorenhersteller umsatteln und immer mehr eben auch Elektromotoren herstellen. Gefeilt wird, gebastelt wird und klar sind Steigerungen in Sicht. Aber warum zum Geier muß sich eigentlich ein Unternehmen da mit einmischen, daß als Softare-Dingsi einen Namen hat?

Also, bitte nicht falsch verstehen, klar, die Voraussetzungen sind da, aber das hat sowas von „davon hab ich ein bißchen Ahnung, da greif ich auch noch was ab“. Durch den schleichenden Umstieg auf Elektromotoren geht ja Apple kein Umsatz verloren und auch keine Zielgruppe. Ich glaub kaum, daß iPhone-Leutls künftig mit Autos telefonieren und sich die ans Öhrli halten. Man will also schlicht einen neu entstandenen Markt mitnehmen. Okay, sei es wie es ist.

Und Apple haben sich da wirklich eine Menge vorgenommen und besonders die Marketing-Abteilung dürfte sich da sehr nah bei ihren Grenzen sehen. Zählen wir mal auf: Apple – guter Name, wenn es früher um die Computer-Branche ging. Gut, das trifft heute noch zu. Sicherheit der Systeme – könnte durchaus ein nicht zu verachtender Vorteil sein, tritt man mit einem iCar (so der Arbeitstitel bzw was die Presse dem Vorhaben so als Name derweil verpaßt hat) auf. Das war´s dann schon mit Marke positiv.

Thema: Apps. Laufen lediglich über den App-Store und der läßt nicht jeden Hersteller zu. Jaja, sehr freie Entscheidungswahl für den Konsumenten und gar keine Zensur. Nö nö. Null. Umweltschutz. Da haben Apple auch kein so grünes Bewußtsein, wie der Name glauben machen könnte. Natürlich hat sich das Unternehmen nach ein paar Schimpfis am Riemen gerissen und der Trend zeugt von einer Besserung, aber: Elektromotoren allgemein glänzen im Moment noch mit großer Umweltverschmutzung. Es entsteht schlicht mehr Müll. Batterien etc.

Damit locken Apple also sicher auch nicht. Dann kommen wir zur Tatsache, oder besser gesagt den Umständen der Entwicklung: Apple wirbt Fachkäfte ab. Das macht natürlich gänzlich positive Schlagzeilen. Nun vermuten manche, Apple sehe das von der pragmatischen Seite: Presse-Berichte, in denen gemosert wird, sind auch Presseberichte und machen schon im Vorfeld alle neugierig.

Noch ein Punkt, der nicht unbedingt das Vertrauen der Verbraucher in diese Idee stärken dürfte: Apple hat es knapp beieinand hinsichtlich des Daten- und Verbraucherschutzes. Also, Lobeshymen sind was anderes als ein Anschiß von der EU, würd ich mal tippen.

Und so recht zufrieden sind die Menschen auch nicht mit dem Kundendienst und der Verbraucher-Freundlichkeit. Nun wägen wir mal ab: Eventuell hohe Sicherheit im Auto – zumindest am System. Wenn das Ding ein schrottreifer Blechhaufen ist und die Elektrik einfach gemurkst ist, hilft das sicherste System der Welt nix. Außer vielleicht, daß wenn im Arsch, dann richtig im Arsch. Guter Name. Ja, früher. Mutig? Auf alle Fälle, also das muß man Apple bescheinigen.

Und ansonsten wünsche ich der Marketingabteilung viel Spaß. Erstens die Geschäftsleistung zu nötigen Änderungen zu bewegen, damit auch positiv beworben werden kann und dann zweitens auch glaubhaft genug an den Kunden herantreten zu können.

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