Soziale Intelligenz & Empathie oder: Der Mensch ist und bleibt ein Doofian

Jeder hat schon mal mit dem Begriff Intelligenz um sich geworfen. Auch solche, die selbst nicht so mit dem Einsatz selbiger haben. Immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückt dabei seit einigen Jahren die soziale Intelligenz, auch Empathie genannt. Daß es verschiedene Zweige der Intelligenz gibt bzw geben soll, steht fest. Jeder hat andere Stärken und Talente. Auch I.Q.-Tests sind danach aufgebaut, dies herauszufiltern. Es werden Aufgaben aus verschiedenen Gebieten erstellt.

Auch der Terminus Empathie schwirrt durch die Luft – und irgendwie weiß jeder, was das ist, aber so richtig eigentlich wie immer nichts Genaues nicht. Beide Begriffe sind an sich gleichzusetzen. Echte Empathie, als kein Mitgesäusel, bedeutet, daß man weiß bzw erkennt und versteht, was wann wie in wem warum abgeht. Oder auch auf eine Situation bezogen die „Erkennungs & Analyse-Gabe“ hat. Man merkt zum Beispiel einfach, wenn es einem anderen mistig geht, wann jemand eine Umarmung brauchen könnte. Der Tritt in den Arsch ist nicht gemeint, um den manche richtig laut betteln. Das hat nichts mit Empathie zu tun, sondern schlicht mit geputzten Ohren.

Und manche betteln wirklich arg laut darum. Aber Blödfug beiseite. Ebenso weiß man auch, wann man den Mund halten sollte, weil es grad einfach nicht angebracht ist. Eigentlich möchte man meinen, das sei eine Selbstverständlichkeit, aber anscheinend doch nicht, sonst würde man nicht schon derart einen auf wissenschaftlich erforschen machen, daß man ganze Litaneien darüber finden kann. Also, der menschliche Instinkt und Mitgefühl scheinen echt etwas der siebten Art oder sowas zu sein.

Gut, je nach Mensch ist diese Fähigkeit mehr und weniger ausgeprägt, dabei spielen sicher viele Einflüsse eine Rolle. Wer sich seit Jahren einredet, auf seinen Bauch zu hören, wäre Schwachsinn, wird sich das irgendwann auch so verinnerlicht haben und irgendwann wirklich kein Gespür mehr haben, vermute ich mal stark. Wäre aber eigentlich nur eine logische Schlußfolgerung. Der Begriff der sozialen Intelligenz als solches machte sich ab Anfang der Neunziger breit und wurde bis ins Kleinste untersucht. Es hat auf jeden Fall auch etwas Gutes: Der Mensch beschäftigt sich mal wieder mit sowas und nicht nur dem Hinterrennen von kleinen, bedruckten Scheinchen oder sich sinnlos vor der Glotze bei den Nachrichten aufzuregen.

Wie sozial schlau also ein Pappenheimer ist, kann mit Zettelchen und Stift sozusagen in Tests festgestellt werden: Das wären dann die Big Five, die fünf Persönlichkeitsmerkmale, die uje nach Nase unterschiedlich ausgeprägt sind und in ihrer Gesamtheit eine Wertung X ergeben:

Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit.

Saublöd wird´s bloß, wenn man einen Psychopathen vor sich hat, dann nützt die ganze Testerei einfach mal nix. Außer, daß man Zeit vertrödelt hat und immer noch nicht schlauer ist. Naja, Stoff für einen Horror-Roman hätte man dann vielleicht.

Zurück zum Text: Natürlich ist das Erforschen von irgendwas immer nützlich für irgendwen. Manchmal für das Umfeld, weil der Forschende einen dann nicht nervt. Wie nicht anders zu erwarten hat ales seine gute und seine negative Site: Wo echtes Mitgefühl, intuitiv richtiges Handeln usw einen weiterbringen können, man sich damit selbst und anderen helfen kann etc hat der liebe Mensch natürlich in seiner unendlichen Güte auch ganz ohne Forschung herausgefunden, daß man den Spieß umdrehen kann. Nein, nicht den vom Spanschweindl.

Daß der haarlose Zweibeiner, kann er die Stärken und Schwächen seines Gegenüber besser und schneller erkennen, dessen Gefühlswelt verstehen, auch auf die bahnbrechende Idee kommt, diese Fähigkeit in den Dreck zu hunzen, war klar. Da wird dann manipuliert, dominiert, beschissen und was einem sonst noch so alles einfällt. Man stelle sich einfach jemanden vor, der schon am Stimmfall eines Wildfremden dessen Laune erkennt… und dann genau auf einen wunden Punkt rumreitet. Uncool.

Ein empathischer Mensch kann was wundertolles sein und hat´s vielleicht auch im Job, auf der Karriereleiter etwas einfacher – er geht nicht nur mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, sondern kann auch eben Emotionen aufnehmen wie Nachbar´s Lumpi Hunde-Pipi. Und nun kommt die Wissenschaft ins Spiel. Denn nicht genug der Tatsache, daß manche Leut diese Gabe zum Schlechten verwenden, nein. Den manipulativen Einsatz muß man natürlich auch für Marketingzwecke noch erforschen. Ach was, nicht bloß auf diese Branche bezogen. Ist ja alles schön und gut und man könnte ja sagen, wer´s nicht schnallt, ist selber schuld. Darin sehe ich jetzt auch nicht den Blödelfaktor. Aber in der Tatsache, daß sofort aus einem eigentlich etwas Tollem und Geschenktem, was eine Gabe nun mal ist, gleich wieder g´schaut wir, wie man Kapital draus schlagen kann.

Ist ja auch echt stark, wenn man ausgeprägte Sensibilität, emotionale Aufnahmefähigkeit noch negativ besetzt.

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