Leaves Eyes: „King Of Kings“

Mittelalterlich, sphärisch, romantisch und enorm episch kommt dieser Silberling um Ausnahmesängerin Liv Kristine daher. Geheimnisvoll-betörend wird auch der Minne Tribut gezollt. Doch man möge sich nicht vom Einstieg in die Platte täuschen lassen, der Übergang zum „King Of Kings“ ist logische Steigerung wie auch Dampfhammer zugleich. Wuchtig, bombastisch und melodisch macht sich der Gothic Metal von Leaves Eyes in den Gehörgängen leaves eyesbreit und eine Grenze zum Symphonic Metal zu finden, dürfte so ziemlich ein Ding der Unmöglichkeit darstellen.

Lieblich, filigran und doch kraftvoll spielt der enorm intensive Sound mit Stimmungen – erhaben und einnehmend zugleich spielen energische Gitarren, geradlinige Struktur und vielerlei Facetten ineinander. Ein ständiges Vor und Zurück hinsichtlich des Tempos, der Lautstärke, der Rückkehr zur vorangegangenen Melodie verleiht den Tracks noch mehr Dynamik, die Backgroundchöre leisten dazu natürlich ihren Beitrag. Einen Anspieltip zu nenne, ist einfach mal absoluter Schwachfug, es lohnt sich jeder einzelne Song auf diesem Silberling. Das folkloristisch versetzte „Feast Of The Year“ stellt ein klasse Intro zu „Vengeance Venom“ dar – super eingängige Melodie, frischer Zauber und Beschwingtheit – und an Heaviness mangelt es dennoch zu keiner Sekunde.

Hier wird mit verspielten Elementen nicht wahllos um sich geschlagen oder mit Bombast erdrückt, alles sitzt da, wo es hingehört und macht aus diesem Album einen wirklichen Höhepunkt für alle Fans melodie- und atmosphären-starken Metals. Prägnant gespielte Instrumente, eine warme und deutlich nuancierte Produktion tun ihr Übriges dazu. „Swords In Rock“ erlaubt sich dagegen einen kleinen Ausflug in Richtung Gute-Laune-Folk der feucht-fröhlichen Stimmung. Alles in allem stellt „King Of Kings“ eine absolut geniale Mischung aus symphonischen Metal mit Folk-Einsprengsel an der richtigen Stelle, einer absolut dicht gewebten und authentischen Atmosphäre dar, bei dem es auch ein Genuß ist zu beobachten, wie die Melodieführungen Hand in Hand gehen, die Führung weitergeben, sich wieder zusammenschließen. Absolute Pflicht!

Tracklist:

Sweven
King Of Kings
Halvdan The Black
The Waking Eye
Feast Of The Year
Vengeance Venom
Sacred Vow
Edge Of Steel
Haraldskvae
Blazing Waters
Swords In Rock

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