Kyle Gass Band: „Kyle Gass Band 2“

kyle gassDümmdidümm, manche werden sich denken „was das denn“. Für alle, die es noch nicht wissen, hinter Kyle Gass Band verstecken sich keine Geringeren als John Konesky, seines Zeichens Gitarrist bei Tenacious, Vokalist und Klampfer Mike Bray (alias Sasquatch von The D), Percussion-Freak tim Spier und Jason Keene. Nun, was kommt da auf einem zu? Eine Hardrockscheibe, die sich echt gewaschen hat: Schmissig, peppig, musikalisch wird hier fast ein halbes Schauspiel abgezogen, bei dem man die verdutzten Gesichter und zugehörigen Mimiken zu den Songs fast greifen kann. Satt und knackig bahnt sich hier intensiver, beherzter Rock´n´Roll mit einer Menge Spaßfaktor seine Bahn, blitzt vor Esprit und Elan.

„Getting The Band Together“ liebäugelt ein wenig mit dem Blues-Sektor, auch Melody-Lines à la Jim Steinman bzw Metal Loaf lassen grüßen, ebenso die peppige Frische des Heavy Rocks der 80er und die Pseudo-Theatralik, die das Ganze so herrlich lebensecht und teenie-rebbelisch macht. Satirisch nehmen Kyle Gass Band dabei nicht nur sich selbst wohl nicht allzu ernst und wer Tenacious D kennt, kann erahnen, daß hier ähnliches Songwriting und Arrangements vorherrschen. Der Sound strotzt vor Selbstbewußtsein, mit stolz geschwellter Brust wird hier allem gehuldig, was nun einfach mal Rock´n´Roll und Heavy ist. Dio wäre stolz auf dieses Album, schätze ich mal.

Hier gibt´s volle Zwölf an Lebensfreude, Spaß und Energie, es wär morgen das Ende der Welt und „alles muß raus“. Allein „Gypsy Scroll“ ist hierfür ein perfektes Beispiel. Tiefsinnigere, trotzigere Töne schlagen Kyle Gass Band mit „Manchild“ an, hier stochert 70er-Hardrock-Flair erster Güte durch. Unverdrossen rocken sich die Musiker wild entschlossen und ewig jung quirlig durch den Soundsalat (der kein Salat ist und auch kein Soundbrei), lassen dabei nichts anbrennen und spielen hier mal Fun auf gaanz hohem Niveau. Auch emotional ist die ganze Bandbreite vertreten, was sich nicht nur in den Vocals niederschlägt. Da singt und weint die Gitarre, schimpfen Bass und Drums – aber das Ganze bitte immer mit Nachdruck. Dieses Album rockt, was das Zeug hält, macht Laune und entführt einen auf absolut nachvollziehbare Achterbahnen. Ach ja, und ein wenig Musical-Inszenierung darf am Rande auch nicht fehlen. So´n kleines Bißchen. Kaufen, Leute, kaufen.

Tracklist:

Manchild
Dyin´ Day
Bro Ho
Our Job To Rock
Tremedous
Ram Damn Bunctious
Questionable
Getting The Band Back Together
Road Chops
Gypsy Scroll

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