Stratovarius: „Infinite“

Also, wenn das neue Jahr in musikalischer Hinsicht so weitergeht, wie es Platten wie diese versprechen, dann ist wenigstens hier noch die Welt in Ordnung. Und eigentlich sollte jeder, der schon mal einen Song dieser Band gehört hat, bereits beim ersten Ton von »Infinite« wissen, wo es lang geht. Sänger Timo Kottipelto scheint sich auch an der einen oder anderen Stelle mit extremen Höhen zusammen zu reißen, dennoch ist und bleibt seine Stimme eines der Markenzeichen der Band. Ansonsten treiben´s die Finnen wie immer: Mal gibt es atmosphärische Midtempo-Songs, Doublebass-Hämmer wie etwa »Millennium« und auch für die gefühlvollen Momente hatten Stratovarius schon immer ein bißchen Platz auf ihren Scheiben. Auffällig ist diesmal, wie sehr Keyboarder Jens Johannson das Geschehen durch seine Firlefanzen bestimmt und den Songs den letzten Schliff verpaßt. Vielleicht mag so mancher gemeint haben, diese Band hätte langsam ihr Pulver verschoßen, doch da können böse Zungen wohl noch lange warten, denn weder die technische Umsetzung, noch das Charisma der Formation und auch nicht das goldene Händchen bombastische Härte und Ohrwurmmelodien zu verbinden, haben sich in irgendeiner Art und Weise verdünnisiert. Von Anfang bis Ende eine subjektiv und objektiv geniale Metal Metal-Scheibe, die das Hirnchen mal wieder so richtig shcön durchbläst. Hammersong nummer 1: »A Million Light Years«, ein druckvoller Midtempo-Song, dereine dermaßen melancholisch-verzweifelte Stimmung verbreitet, daß es einem kalt den Rücken runter läuft und an die Nieren geht. (Nuclear Blast) EV

 

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