Ohrenfeindt – Das Menschsein hört nicht an der Bühnengrenze auf

Ein Motto in der Politik: Man kann´s ja mal probieren. Es gibt so Tage, an denen ahnt man nichts Böses. Und dann gibt es so Tage, da freut man sich auf ein Interview. Und dann gibt es so Tage, an denen diese eben einfach aus dem geplanten oder angedachten Rahmen fallen und so richtig richtig interessant und vielseitig werden. So hat es sich bei diese Interview mit Ohrenfeindt-Fronter Chris Laut ergeben, daß es zu einem Interview-Nachschlag kommen wird – of1denn selbst nach einer Stunde intensiven Gesprächs waren wir irgendwie bei allen möglichen Themen nur nicht bei der aktuellen feinen Rock´n´Roll-Scheibe „Motor An!“. Das wird natürlich nachgeholt. Chris ist derweil nicht nur emsig am promoten der neuen Platte, sondern auch kräftig am T-Shirts entwerfen. „Was geht, mach ich selbst“, schnoddert´s sympathisch aus dem Hörer.

„Ich bzw. wir wollen nah an den Fans sein und das geht eben nur, wenn man das auch entsprechend lebt“, erzählt Chris, nachdem ich ihn auch auf die warme Aufmachung der band-eigenen Website anspreche. Persönlich, professionell keine Frage, aber eben immer echt. „Die Fans schätzen das und klar gehen da auch mal Gespräche ins Private. Das kann vorkommen und gehört dazu. Das Menschsein hört ja nicht an der Bühnenkante auf. Klar, man kann nicht für jedes Problem da sein, aber man kann auch wiederum viel machen.“

Chris schlägt an dieser Stelle einen Bogen von der Fan-Nähe und einem offenen Ohr für sie auch auf zu einigen Aktionen seitens der Band, bei denen die Members sich engagieren, Spenden sammeln und diverse wohltätige Zwecke unterstützen. „Da sind auch Sachen gegen Ausländerfeindlichkeit mit bei. Ich bin der Meinung, wenn man auf der Bühne steht, hat man auch eine gewisse Verantwortung. Ich hab eine Band in Hamburg auf der Bühne gesehen, im Stadtpark war das. Und ich sag jetzt nicht, wer. Auf jeden Fall ist der Sänger bekannt dafür, schon mal gern etwas schneller über die Autobahnen zu huschen und da erzählte der doch allen Ernstes von der Bühnen runter irgendwelchen 16-jährigen, wie toll es sei, bekifft über die Autobahn zu rasen, Ich hätte den am liebsten runtergezogen, das fand ich echt furchtbar.“

Das ist auch das Allerletzte. „Solche Sprüche wird es von mir nie of covergeben – ich möchte Sachen mitgeben, die gut sind.“ Beim Thema Drogen und Unfall bleibt es kaum aus, auf die Onkelz zu kommen. „Wenn man unter Drogeneinfluß einen Unfall baut, wie eben damals Kevin, und sich dann erstmal vor der Verantwortung drückt … und das gerade bei einer Band, die Echtheit und Correctness wichtig nimmt. Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist, aber bei den Böhsen Onkelz scheint es derzeit aus der Sicht vieler Fans auch ums Geld zu gehen. Dennoch: ‚Nichts ist für immer‘ ist ein cleverer Slogan – und solange die Mehrheit der Fans das akzeptiert und mitmacht, ist das wohl auch okay.“

Tja, sehe ich genauso wie Chris, wer selbst mitzieht, braucht sich im Nachhinein nicht beschweren, abgezockt oder verarscht worden zu sein. „Man muß ja nicht hingehen. Aber in dem Moment, wo man es doch macht, legitimiert man das Ganze für sich selbst. Jeder stimmt solche Entscheidungen für sich in seiner Welt ab und das ist vollkommen okay. Nur nachher bitte nicht schimpfen.“ Zum Thema Abzocke kommen wir auch am Rande auf die Plattenfirmen zu sprechen, die teils mit allen möglichen und unmöglichen Special Editions und limitierten Auflagen etc mächtig ins Leder hauen. „Man kann das probieren – aber auch da gilt wieder: es gehört auch jemand dazu, der das jeweilige Angebot annimmt. Deshalb sollte man als Künstler seine Fans kennen und den Bogen nicht überspannen. Das kann man übrigens auch auf die Politik übertragen. Da wird dann von allen gezetert. Letztlich muss man sein eigenes Wahlverhalten überprüfen, insbesondere diejenigen, die gar nicht erst gewählt und damit letztlich diejenigen unterstützt haben, die sie am blödesten finden.“

Eine andere Variante wäre: Wahlschein durchstreichen, ungültig machen. „Oder: Man könnte einfach mal anderen, neuen Ideen eine Chance geben.“ Dabei kommen wir natürlich auch auf die aktuelle Problematik zu sprechen: „Es ist doch klar, wenn – sagen wir mal – Hunderttausende Leute hierher kommen, daß da auch ein paar Idioten dabei sind. Das ist überall so – bei jeder Partei, jedem Verein, jeder Gruppe von Menschen: viele gute Typen, aber die Außenwirkung wird gern mal versaut von den fünf Prozent Trotteln, die sich daruntermischen. Aber deswegen sollte man nicht immer alles und alle über einen Kamm scheren. Es mangelt heutzutage vielen Menschen auch deutlich an Medienkompetenz. Die Leute of 2glauben alles, es wird nicht mehr zwischen echten Nachrichten und reiner Propaganda unterschieden. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und ein Bild, daß in verschiedene Zusammenhängen im Netz rumging, bei der Google-Bildersuche eingegeben: „ein Foto, daß angeblich IS-Terroristen bei der Einschleusung zeigt. Da findet man ja etliche verschiedene Geschichten darüber, bei welcher Gelegenheit dieses Bild gemacht wurde. In Wirklichkeit ist es ein Foto einer Salafisten-Demo in Köln.“

Einen Grund für das Verhalten der Bevölkerung sieht der Musiker in der Politikverdrossenheit und –müdigkeit. „Das ist doch ganz klar: Da sieht man Herrn Pofalla eben noch in der Regierung sitzen und über Vorhaben der Deutschen Bahn entscheiden, und schwups ist er dort auf einmal im Vorstand. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Menschen lernen so, daß man durch Beschiß offensichtlich weiterkommt. Wenn man sieht, daß da viel Lug und Trug im Spiel ist…“ Logisch, daß das auch Verschwörungstheoretiker en masse auf den Plan ruft.

„Nun ja, sagen wir´s mal so: Die Leute, die auf solche Theorien reinfallen, sind oft kein Astrophysiker-Material.“ Sagt´s und räuspert sich. „Unser Bildungssystem ist mit Verlaub an vielen Stellen wohl auch nicht unbedingt dazu gemacht, die Leute schlauer zu machen.“ Und regt sich auf – verständlicherweise. „Seit einiger Zeit dürfen Kinder in den ersten Schuljahren schreiben, wie sie wollen – und dann kommt das böse Erwachen, wenn sie in der – ich glaube – vierten Klasse auf einmal alles richtig schreiben sollen. Klar, daß man so die Kinder zum frühen Aufgeben erzieht.“ An der Stelle bin ich mal so frei und spreche das Phänomen ‚Generation Y‘ an – angeblich ja schulisch mit den meisten Möglichkeiten versehen, kreative Köpfe – aber wankelmütig und einfach die Prinzessin auf der Erbse. Durchhaltevermögen und das Motto ‚Zähne hoch und Kopf zusammen beißen‘ scheint da fremd zu sein (zwei sehr geile Sätze aus literarischen Quellen: ‚Wollen die auch arbeiten‘ und ‚ich glaub, ich werde Gott‘).

„Puh, schwere Frage, ob dieses Phänomen allein mit dem Bildungssystem zusammenhängt. In erster Linie ist es doch auch immer eine Frage, was man selbst will. Klar sind die Perspektiven mit einem 1er-Abi ganz anders als mit versautem Hauptschulabschluß. Das Gute für die Herrschenden: Wer wenig weiß, muß alles glauben und gehorcht besser.“ Dabei sind wir einer Meinung: Wer mehr wissen will… „hat jederzeit die Möglichkeit, sich zu informieren. Jemand hat mal gesagt, das Schöne am Netz sei, jeder könne jederzeit alles reinschreiben. Das Dumme sei allerdings, daß das auch jeder mache.“ Tja, Thema Wissen und Lesen… liest man sich mal ein bißchen schlauer, merkt man meiner Meinung nach auch, daß der ach so böse Adam Weishaupt mit seinen noch böseren Illuminaten ja eigentlich vielleicht ganz was anderes wollte: Eben zugängliches Wissen und das Unnötig-Machen von der Herrschaft Mensch über Mensch. Was theoretisch drin wäre, würde sich jeder an seine mitgegebene Vernunft und Moral halten.of logo

„Wenn man sich einfach mal anschaut, was bestimmte Medien da so für Verschwörungstheorien veröffentlichen, kann man doch nur mit dem Kopf schütteln. Wenn man sich etwas Zeit nimmt und wirklich will, bekommt man schnell ein Gefühl dafür, was plausibel ist und was nicht. Dabei muß man die Dinge auch globaler betrachten. Diese Diskussion, Deutschland sei eine Firma und eigentlich gar kein Staat – gute Güte! Wenn Deutschland als Staat nicht existierte, wie könnte es dann Gesellschafter der in der entsprechenden Verschwörungstheorie beschworenen Finanzagentur sein? Die Erklärung ist viel einfacher: Staaten machen Schulden und refinanzieren sich unter anderem über Staatsanleihen. Will sagen: wer eine Staatsanleihe zeichnet, leiht dem Staat Geld. Die entsprechenden Papiere werden an den Kapitalmärkten gehandelt, und um dort operieren zu können, bedarf es eines Unternehmens, daß an diesen Märkten handeln kann. Genau dafür hat Deutschland die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH als Unternehmen des Bundes gegründet. Ganz simpel.“

Nun: fehlt´s da am Interesse oder am Verständnis, daß grundsätzlich andere Meinungen und Behauptungen so vehement in Umlauf kommen? „Ich glaube, viele Menschen wissen einfach nicht, wie man recherchiert. Ich hab das an der Uni gelernt, habe aber das Gefühl, daß das in heutigen Studiengängen eher B-Priorität hat.“ Traurig, wenn´s so ist, denn an sich ist bereits die nervtötende Kleinkind-Frage ‚warum‘ nichts anderes als Recherche Ein bißchen arg abgeschwächt…

„Das setzt sich fort – mir sind schon Visitenkarten mit Doktortitel überreicht worden, der dann ein Jahr später nicht mehr drauf war …“, sagt´s und lacht. „Das hat sicher oft mit der Eitelkeit der Menschen zu tun. Okay, in manchen Berufen kann man noch so qualifiziert sein, kommt aber mit Doktor-Titel oft besser voran – als Jurist zum Beispiel. Grundsätzlich vertrete ich die Kantsche Einstellung, daß man so handeln sollte, daß das eigene Handeln auch als Grundlage einer Gesetzgebung dienen könnte. Das kann man nicht immer hundertprozentig umsetzen, aber man kann es versuchen.“

Langsam, aber sicher nähern wir uns dem Thema Musik im Allgemeinen – wobei man von allgemein auch nicht wirklich sprechen kann. „Es gibt da keinen Prototypen des Musikers, jeder ist anders. Manche stecken in Tausend Projekten, andere konzentrieren sich lieber auf eine Band. Manche schreiben Songs, andere interpretieren sie. Eines ist aber immer gleich: Bevor man DAVON lebt, lebt man erstmal eine ganze Zeit DAFÜR. Erfolg hat wenig mit Glück zu tun, er hängt vor allem davon ab, was und wieviel dafür man einsetzt.

Was manche Leute so erzählen, wenn man sie fragt, was sie denn machen wollen: ‚Och, ich werde Superstar‘. Fragt man die dann, wie lange das denn so funktionieren soll und wie lange sich denn die bisherigen ‚Superstars‘ oben gehalten haben, guckt man in traurige Gesichter. Man muß viel reinstecken. Manche Songs schreibt man in fünf Minuten, andere brauche zwanzig Jahre – es ist einfach immer unterschiedlich. Aber immer eine Menge Arbeit.“ Was viele gern übersehen… steckt doch hinter dieser Berufung, diesem ‚Hobby‘ noch eine ganze Menge mehr.

„Wenn man nicht Musik macht, steht die Buchhaltung an, die hat man als Band genau wie alle anderen Betriebe auch. Das ist eine Band nämlich: ein Betrieb – auch wenn das unromantisch klingt. Man zahlt Steuern und Versicherungen. Zum Beispiel eine Equipment-Versicherung, „die auch sinnvoll ist. „ Wir sind viel unterwegs mit unserem Zeug – stell dir mal vor, das würde auf einmal geklaut. Klar, dass eine solche Versicherung für jedes Stück Equipment einen Wert, eine Seriennummer, eine Beschreibung braucht, die Du irgendwo aufschreiben musst. Oder Du spielst in der Schweiz. Dann musst Du an der Grenze ein Carnet und andere Zollpapiere vorlegen, damit die beteiligten Länder sicher sein können, dass Du alles wieder mitnimmst, was Du reingeschleppt hast – aber auch nur das. Da sitzt man gern mal eine halbe Ewigkeit dran, das zusammenzutragen. Solche Dinge bedenkt kaum jemand.“

Oft taucht die Frage auf, warum T-Shirts und Konzert-Tickets teurer werden. „Ganz einfach, eine Band lebt im wesentlichen von ihren Auftritten und dem Merchandise. Die Produktion eines Albums kostet viel Geld – Studio, Artwork, Fotos, ein Video wollen bezahlt werden und die Tonträger-Verkäufe sind bedingt durch Downloads und Streaming nicht mehr so, wie sie mal waren. Mit den Zahlen, die heute für Platz Eins in den Charts reichen, wäre man früher nicht einmal unter die Top 100 gekommen. Keith Richards ist gerade mit seinem Solo-Album auf Platz Drei in die Deutschen Media-Control-Charts eingestiegen – mit gerade mal rund 17.000 verkauften Einheiten. Dennoch musst Du als Band ja überleben. Selbst wenn Du die Produktion Deines Albums mit Müh und Not wieder reinkriegst, musst Du ja auch noch andere Kosten decken. Deine Plattenfirma, Deine Booking-Agentur, die Veranstalter, mit denen Du arbeitest und Deine Crew müssen ja auch leben.

Auf der anderen Seite machen die Fans selbstredend das, was für sie am günstigsten ist. Du kannst auf Streaming-Portalen für rund 10 Euro im Monat so ziemlich jeden Song auf der Welt hören. Werbefrei. Oder Du zahlst gar nicht, dann musst Du halt mit etwas Werbung leben. Von dem, was dabei reinkommt, bestreiten diese Portale ihre Kosten.

Erst dann sind die Künstler dran. Etwa 10.000 mal muss ein Song abgespielt werden, damit ein Cent für die Band reinkommt – und die meisten Portale zahlen ab 2 Euro aus. Will man also von Musik leben, kommt man um Merchandise nicht herum.“ Da braucht man sich über die Preise nicht wundern.

Ideen für Sächelchen gäb´s ja genug. „Ja, das stimmt wohl. Aber es gibt Dinge, die wir nicht machen. Wir wollen unsere Fans nicht abschöpfen. Das muss schon alles fair bleiben. Nimm als Beispiel Metallica. Auf ihrer „By Request“-Tour haben sie ihre Fans aufgefordert, per kostenpflichtiger SMS über noch freie Song-Slots abzustimmen. Das ist aus meiner Sicht echt grenzwertig.“

Wenig witzig findet Chris die Frage, „ob ich auch noch einen richtigen Job habe. Ich arbeite etwa 90 Stunden die Woche. Jede Woche. Man kann von Musik leben, aber man muß sich eben bewegen. Wir sind zum zweiten Mal hintereinander mit einem Album in den Top 40 eingestiegen. Wir sind ein Trio und produzieren nicht sonderlich aufwändig. Bei uns klappt es, die Produktion einer CD durch die Verkäufe wieder einigermaßen reinzuholen – aber was ist mit denen, die vielleicht mal einen Bläsersatz für die Aufnahme brauchen oder gar mit einem Orchester arbeiten? Da sieht das schon ganz anders aus.“

„Manchmal fragen mich Musiker in jüngeren Bands, wie man denn von Musik leben kann. Wenn ich dann erkläre, wie das ungefähr funktioniert, höre ich oft: ‚Aber dann ist es ja kommerziell!’ Klar ist es das, wie alles, wovon man lebt. Das gilt auch für Maurer oder Herzchirurgen und es ist in keiner Weise anrüchig, für seine Arbeit auch Geld zu nehmen. Das heißt nicht, daß man seine Seele verkauft. Aber eins ist auch klar: der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Will sagen: Du musst auch auf Deine Fans hören. Wenn Du an Deinem Publikum vorbei arbeitest, wird niemand Deine Musik hören wollen. Selbst, wenn Du im eigenen Keller umsonst proben kannst: Du brauchst Strom und Dein Instrument. Und der Kühlschrank muss nun mal gefüllt und die Miete bezahlt werden, wenn Du von Deiner Musik leben willst. So lange Du diese Zusammenhänge nicht in den Kopf kriegst, wird das nichts.“

Viele haben dennoch diese romantische Vorstellung, daß sie es mit DSDS oder ähnlichen Plattformen ganz leicht ohne viel Arbeit weit bringen können. „Aber bei DSDS ist es eben nicht leicht. Dieter Bohlen, ob man ihn mag oder nicht, ist ein erfolgreicher Produzent. Er hat die Ohren und das Gespür dafür, ob in Dir Potential steckt. Also musst Du schon ganz am Anfang was können, wenn Du überhaupt weiterkommen willst. Danach wird dann allerdings genau ein Jahr mit Dir gearbeitet, dann kommt der nächste ‚Superstar’. Von welchem Teilnehmer hast Du langfristig noch was gehört?“

„Ab einem gewissen Level bist Du ein Stück weit fremdbestimmt. Ich habe mal mit einem bekannten Schlagersänger gesprochen, als ich vor vielen Jahren ein Video für einen großen Sender mit ihm produziert habe. Er sagt, tief im Herzen sei er eigentlich ein Rocker, aber seit seinem ersten großen Erfolg mit einem Schlagertitel will niemand mehr was anderes von ihm hören.“

Ab Oktober ist Chris wieder unterwegs. Nürnberg besucht er gleich zweimal: Einmal zum regulären Konzert im Hirsch auf der Tour und vorab solo im Brown Sugar. „Ich fahre mit dem Zug hin – so ist die Reise für mich keine verlorene Zeit. Ob ich im Büro arbeite oder in der Bahn, das bleibt sich gleich.“

Unterwegs rückt die Band dann wieder ganz nah an ihre Fans heran. „Wir sind gern eine Band zum Anfassen. Klar, ab einem gewissen Bekanntheitsgrad geht das nicht mehr. Wenn Du so groß bist wie AC/DC oder Metallica, musst Du Dich schützen, weil es unter der Menge von Gästen, die da kommen, immer irgendeinen Psychopathen gibt. Der Typ, der John Lennon erschossen hat, wollte eine Schauspielerin beeindrucken, die sonst nie von ihm gehört hätte. Insofern bin ich echt froh, daß wir den Status haben, den wir haben und es uns erlauben können, nah bei den Fans zu sein. Ich war schon immer neugierig auf Menschen – und nirgends sonst lernt man so viele unterschiedliche, interessante, tolle Menschen kennen wie in unserem Beruf.“ EV

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