Wenn ein A doch ein X ist und es B gar nicht erst gibt…

… in der Welt der heutigen Presse-Zunft mahlen die Mühlen. Anders halt. Das Interview mit Zak Stevens hat dies mal wieder einmal deutlich gemacht: Migrationsflut vorn und hint, unsere lieben Politiker auf Watte betten und, und, und… und was so „nebenbei“ an Schicksalen passiert, ist wurscht. Da fragt man sich doch nicht mehr lou grantnur nach der nötigen und oftmals mangelnden Medien-Kompetenz der Leser, also ob die noch zwischen Schrott und echten Nachrichten und Wahrheitsgehalt unterscheiden können.

Da krankt´s doch schon an der Prioriäten-Kompetenz der Medien. Ach, das bißchen Hochwasser hier, das bißchen Bla Bla dort. Vor lauter von Parteien-gekauft-sein wird alles andere vernachlässigt. Statt menschlichen Mitgefühls werden Angst, Schrecken, Honig ums Maul und – ganz wichtig – Scheuklappen verteilt und vermittelt. Blöd zu sein – darum wird man fast schon von der Zeitungen, Nachrichten-Senders usw. angefleht: „Bitte, bitte, liebes Menschlein: Sei so doof und nimm unseren Quatsch als in Stein gemeißelt, schalt dein Hirn bloß nicht ein, kauf den Schrott aus unserer schönen bunten Werbung (auch wenn du die Scheiße gar nicht brauchst), spar dir kritische Leserbriefe, beweihräuchere uns und zum Wählen brauchst nicht gehen, wir malen uns unsere Regierung selbst. Oder halt, nein: Wähl bitte die, die uns am meisten zahlen.“

Daß so nebenbei die Wirtschaft in verschiedenen Bereichen Einbußen fährt (gut, ein Mega-Label wie Universal sicher nicht, dafür gibt´s ja genug Superstars…hust), die emotionale Intelligenz und der intellektuelle, logische Anspruch vollends unbeachtet in die Grube geschubbst werden, ach was soll´s. Kann ja jeder über die Nahles sagen, was er meint, auf jeden Fall war das eine coole Aktion – okay, schief, aber Bohlen könnt´s ja richten.

Das Drumherum mal bei Seite gelassen: Aber: Tja, manche machen sich die Welt, wie sie ihnen nun mal gefällt – auch die Presse. Und, neues heißes Eisen: Wieviel steckt denn nun dahinter, das Anweisungen bestehen, über diese und jene Themen gar nicht Bericht zu erstatten? Man bekommt sogar rein zufällig so manches mit, hält man sich als Firmen Fremder in einer Redaktion auf. Da braucht´s nix mehr. Themenauswahl? Ganz einfach. Wer zahlt, schafft an. Gegenmeinungen? „Mir doch wurscht, Hauptsache am 1. ist das Geld drauf“.

Eigen-Initiative? Ja, logisch. Wenn´s der eigenen Reputation dient und man damit den Sprung ein bißchen weiter nach oben in der vermeintlichen Karriereleiter hüpfen kann. Da wird der Kultur-Journalist mit Glatze mal schon zum extremen Kritiker und Hetzer eines Lagers vermeintlich politischer Strömungen – weil halt die Masse grad danach schreit und man bitte der jeweiligen Regierungsstruktur einen Gefallen tun will (man könnt es auch „in den Arsch blasen“ nennen). Die gerade regierende Suppe sucht sich aus dem bunten Katalog ein Feindbild raus, danach wird genug vermeintlichen Bösen der Gar aus gemacht und fett über die „Erfolge“ in der Bekämpfung von Tralala und Hiddldu berichtet (natürlich nicht zum Nachteil der schreibenden Zunft, die dies unterstütze) und: Bumms, unsereins denkt sich: „Mei, schau hi, de sann so guad, de miaß ma wieder wählen“. Und der Ranzen wächst.

Für was sucht man eigentlich noch nach einer Möglichkeit des perpetuum mobile? Haben wir doch theoretisch nach dem ersten Schubser schon erhalten: Einen immer währenden Kreislauf, der sich an zwei Dingen nährt: Kreativität und emsige Tatkraft. Nur… Anders halt.

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