„Kein Gegenstand ist so häßlich,…

… daß er unter gewissen Licht- und Schattenbedingungen, durch die Berührung mit anderen Dingen nicht schön aussehen kann; kein Gegenstand ist so schön, daß er unter gewissen Bedingungen nicht häßlich aussehen kann. Ich glaube, alle vierundzwanzig Stunden sieht das Schöne einmal häßlich und das Häßliche einmal schön aus.

Aber Schönheit, wahre Schönheit, endet da, wo der geistige Ausdruck beginnt. Geist ist an sich eine Art Übertreibung und zerstört die Harmonie eines jeden Gesichts. In dem Augenblick, da man sich niedersetzt, um zu denken, wird man ganz Nase oder ganz Stirn oder sonst etwas Gräßliches. Sehen Sie sich die erfolgreichen Männer in irgendeinem gelehrten Beruf an. Wie ganz und gar abscheulich sehen sie aus! Ausgenommen natürlich die Angehörigen der Geistlichkeit. Aber die Geistlichkeit denkt ja auch nicht.“

(Oscar Wilde)

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