Threshold – Zauber ohne „Faust im Nacken“ und der Stoff, aus dem Bestseller sind

thresh 2Die Prog Metaller lieferten mit “European Journey” ein absolutes Meisterwerk in Sachen Live-Album an. Ein Album, von dem sich, Progressive hin oder her, viele ein Scheibchen abschneiden können. Derartiges Niveau und Authentizität findet man halt einfach selten. So richtig mag sich Karl Groom, Saitenzauberer und „Papa“ von Threshold allerdings aus der Reserve locken lassen und bleibt ganz schön auf dem Teppich statt vor lauter Stolz zu platzen.

„Ich für meinen Teil finde schon, daß wir mit diesem Live-Album exakt das wiederspiegeln, was wir auf der Tour auch geboten haben, das hatte ich im Sinn. Wir spielten zunächst ja nur einige Gigs und hatten an sich keine Vorstellungen, was wir mit den Aufnahmen, die wir mitgeschnitten hatten, anstellen würden. Es hätte auch schlicht eine Veröffentlichung werden können oder eben, wie es nun gekommen ist, ein vollwertiger Release durch Nuclear Blast.“ In den Sternen stand die ganze Sache,… „weil unser Vertrag rein faktisch mit ‚For The Journey‘ auslief und wir noch keinen neuen Vertrag unterzeichnet hatten. Aber wir haben eine sehr gute und glücklich zu nennende Beziehung zum Label und so kam am Ende das okay für dieses ‚offizielle‘ Live-Album.“

Und da findet sich Karl auch ein wenig in seinem Element. „Mein Ziel war es, den echten Sound des jetzigen Line-ups, mit dem wir auch auf der Bühne stehen, so einzufangen, wir ihn eben auch live darbieten. Ohne irgendwelche Overdubs ohne den Kern dessen zu verlieren, was die Songs und vor allem das Live-Flair so einzigartig und aufregend macht. Und so nahmen wir einige Shows aus, um aus ihnen wählen zu können, unser Live-Techniker machte sich gar an ein paar extra Recordings ohne unser Wissen.“ Na, böse war ihm da im Nachhinein sicher keiner. „Richard (West) und meine Wenigkeit kümmerten uns am Ende um die bestmöglichen Aufnahmen der Menge und die Band war an sich sowieso sehr konstant unterwegs.“

An der Sattelfestigkeit Threshold´s gibt es ja auch schlichtweg einfach einmal nichts zu rütteln und insofern auch kein Wunder, daß die Band heiß darauf war, eine Live-Scheibe an den Start zu bringen. „Im Grunde haben wir nur auf die Möglichkeit gewartet. Es war einfach schon gefühlt zu lange Zeit seit dem letzten Live-Album vergangen und zudem wollten wir auch das jetzige Line-up in Live-Form präsentieren. Nuclear Blast wollten, daß wir damit warten sollten, bis Damian (Wilson) einige Studio-Alben eingesungen hatte… insofern war es auch hier an der Zeit.“ Zur Erinnerung, Damian Wilson schwang schon einmal das Mikrophon bei den Briten. Zur Auswahl der Songs gibt es hingegen nichts Außergewöhnliches zu berichten – schlichtweg nach dem Bauchgefühl.

„Das waren einfach die Songs, von denen ich dachte, wir sollten sie auf der Tour spielen und die Idee, mit zu schneiden, machte uns keinen Druck, da wir ja keinerlei Entscheidung zu diesem Zeitpunkt bezüglich einer Veröffentlichung hatten. Insofern wollten wir schlicht das aktuelle Studio-Album, ‚For The Journey‘, gut repräsentieren und klar, die Fans haben sich bestimmte Tracks erwartet. So mußten wir uns lediglich um ein paar vereinzelte Tracks Gedanken machen, als es darum ging, die jeweilige Setlist fertigzustellen.“

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