Subsignal – Schnell da, schnell wieder weg, konservative Fortschrittler und induktive Lyrics

-„Mit Stickern können sich alle ausdrücken, aber mit eigenen Worten?“-

ss 2Musikmenschen sind auch nur Menschen und so klappte dieses Interview auf den zweiten Anlauf wunderbar. Sänger Arno Menses gehört nicht nur zur klang-erzeugenden, sondern auch arbeitenden Zunft und so war der Gute dann doch noch etwas vom Arbeitsalltag gestreßt. Nichtsdestotrotz ein sehr quirliges, interessantes und auch nachdenklich stimmendes Interview an manchen Punkten. „Ich bin grad noch voll im Arbeitsmodus“, lacht Arno mit leichten niederländischen Slang ins Telefon, kommt aber gleich von einem Thema ohne Punkt und Komma zum nächsten: Den Tourplänen für 2016.

„Wir sind die ganze Live-Sache bisher mit Subsignal immer irgendwie anders angegangen – das Ganze dient uns immer eher dazu, unser Material eben mal vorzuzeigen, vorzustellen, was wir komponiert hatten und gut war es. Insofern haben sich Konzerte eben auch meist eben auf das jeweils aktuelle Material konzentriert. Fürs kommende Jahr wollen wir das anders machen und dann wird es auch mehr Songs von unserer Seite quer durch die Zeit geben“, sagt´s und schwelgt gleich in Begeisterung. „Mit ‚The Beacons Of Somewhere Sometimes‘, dem aktuellen Scheibchen, scheint es fast, als könnten wir gar nichts falsch machen. Die Reaktionen auf die Platte sind unfaßbar… Wir haben für dieses Album wirklich richtig gute Songs geschrieben –ob dabei alles einfach eine glückliche Fügung war, weiß ich nicht. Es ist definitiv unser bestes Album bisher – klar, ich weiß, das sagt so ziemlich jeder Künstler von seiner jeweils aktuellen Scheibe, aber so sollte es ja auch sein.“

Unsicherheit ob der äußeren Reaktionen können natürlich immer mitschwingen, wie Arno auch gesteht. „ Wir hatten nicht gedacht, daß die Leute die Platte so gut annehmen würden. Bei den letzten beiden Alben hatten wir uns immer überlegt, was wir machen könnten, um uns zu steigern, um mehr Leute zu erreichen. Natürlich haben wir unsere Fans und wir sind eh nicht die Kommerz-Helden und da sonderlich erfolgreich. Dieses Mal fühlte sich die ganze Sache enorm gut an und ich denke, wir werden auch hinsichtlich der Herangehens an unsere Musik etc so weitermachen.“

Mit ‚so‘ meint Arno eigentlich vor allem eins: Weniger nachdenken, fließen lassen. Dabei stellt sich Arno dennoch stets auch eine Frage. „Finde ich selbst die Scheibe so gut, daß ich sie mir kaufen würde… das ist einer der Punkte, die für mich ausschlaggebend sind. Und ob das Feeling einfach gut ist. Natürlich haben wir innerhalb der letzten Jahre und dem Schritt von Sieges Even hin zu dem neuen Baby Subsignal viel an Erfahrungen gesammelt, das macht sich logisch auf Dauer auch bezahlt.“

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