Haben seriöse Tageszeitungen noch eine Zukunft?

„… und sei dir deiner Verantwortung als Mensch ganz klar bewußt…“, so eine schöne und bedeutungsschwangere Textzeile aus dem Song „Hexenjagd“ der deutschen Band Unheilig, doch dazu später nochmals am Rande.

Seit ewigen Zeiten, bezieht man auch die Höhlenmalerei mit ein, übermittelt die Menschheit Wissen und Neuigkeiten in Bild, Zeichen und später schriftlich niedergehaltener Sprache. Seien es Letter oder auch Formeln. Die Sprache selbst spielt eine wesentliche Rolle im Miteinander, der gemeinsamen Entwicklung der Spezies Mensch.
Man erinnere sich allein an die sogenannten Läufer des alten Griechenlandes, die Verbreitung der Idee der Olympischen Spiele, verlesenen oder übergebenen Pergamenten, der sprichwörtlichen „Hiobs Botschaft“, den Herolden, deren Bezeichnung auch heute noch den Namen mancher Zeitungen zugrunde liegt.

Die Idee war stets dieselbe: Information zu verbreiten. Natürlich entwickelte sich dies alles weiter, wie so ziemlich alles andere auch, bis man schlußendlich zuerst bei den ersten Versuchen des Druckens ankam: Für jedermann, der lesen konnte, gab es gefaltete, in mühselig gesetzter Kleinarbeit erstellte erste Zeitungen, die das Neueste und Wichtigste auch unter das gemeine Volk brachten.
Mitunter Kinder, die fast in Marktschreierform dieses bedruckte Papier unter die Leute brachten – dauerhaft entwickelte sich daraus zeit 1die Zeitung, wie wir sie heute kennen.
Es wurde ein richtig gehender Boom daraus: Emsiges Tummeln in vielen sogenannten Redaktionen, engagierte Schreiberline, vielfältigere Themen machten sich breit, Neuigkeiten auch aus anderen regionalen Gefilden hielten Einzug – das bißchen gefaltete Papier in schwarz/weiß gedruckt war schon morgens enorm wichtig.
Man informierte sich, schaute über den Tellerrand, über den großen Teich, informierte sich über die Trends von morgen, das muntere Treiben in anderen Ländern – es verband mitunter.
Man war stolz, Verleger, Herausgeber eines „Pamphlets“, einer Zeitung zu sein, der Job als Journalist war begehrt, hatte einen besonderen Status inne.

Bemüht um jeden Auftrag gab es Zeiten, in denen Journalisten und Redakteure, ebenso wie Photographen in diesem Bereich eine Menge abverlangt wurde, doch man mit Idealismus an die bevorstehenden Aufgaben heranging, und man „jemand“ war.

Investigativer Journalismus war oberstes Gebot und man scheute sich nicht, auch gefährliche oder heikle Themen vorzuschlagen und in Angriff zu nehmen, sich gar mal in polizeiliche Untersuchungen einzumischen und diesen mitunter durch unkonventionelle Mittel einen Schritt voraus zu sein.
Der gern geäußerte Spruch, man müsse als Journalist wie der „ungläubige Thomas sein“, der alles mit eigenen Augen sieht, hatte noch Gewichtung.
Die Presse und Medienlandschaft heute. Wie sieht sie aus?

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