Hopelezz – Nicht reißende Bande, Genres, die man sich zusammenreimen läßt, ein bißchen Band-Kollegen schocken und eine personifizierte Krankheit

Für mächtig guten, neuen Stoff werden die deutschen Modern/Death – however (dazu später, daher mal flapsig der Begriff) Metaller Hopelezz im kommenden Frühjahr mit ihrem dann erscheinenden Album „Sent To Destroy“ liefern, soviel ist mal gewiß. Gewiß war dahingegen der kruzfristige Auftritt ein paar Tage vor diesem Interview in der Essigfabrik in Köln nicht. Hoplezz und einige andere, vornehmlich regionale Bands sprangen sozusagen für Eagles Of Death Metal in die Presche, weil… naja, um die Geschehnisse vom 13.11.

und die daraufhin abgesagte Tour wissen wir ja, aber der Veranstalter des Konzertes in der Essigfabrik wollte das Event nicht einfach so sang- und klanglos in sich zusammenfallen lassen.

„Der Veranstalter wollte ein Zeichen setzen und das Ganze eben hope1nicht ablasen. So wurden einige Bands aus dem Umkreis gefragt und durch unseren Drummer Nick (Dominik Gaidel), der sich eh um den ganzen Konzertkram kümmert, kam dort unser Auftritt zustande“, beginnt der gebürtige Kölner und Sänger Adrian Vorgerd das Gespräch. Logisch, daß neben recht hohem Interesse, selbst seitens der Öffentlich-Rechtlichen auch das Sicherheitsaufgebot gepimpt werden mußte. „Es war zudem auch einiges an Polizei da, ARD, ZDF… alles in allem waren es sicher nicht die ganzen Leute, die zum eigentlichen EODM-Konzert gegangen wären, es war ein recht gemischtes Publikum und eine wirklich große Medienpräsenz, muß man sagen.“

Deutliche Statements, daß man kann keine Angst habe, zierten den Abend und Adrian gibt unumwunden zu: „Aus meiner Sicht war das kein Zufall mit dem Konzert in Paris. Das war schon gezielt aus der Sicht, daß Musik an sich alle Menschen miteinander verbindet. Aber das hat was Historisches. Kunst wurde immer unterdrückt und angegriffen – weil sie eben auch ein Stück Protest ist. Mit diesem Konzert sollte auch eine Aufforderung gesetzt werden, weiter zu machen. Trotz dem, was geschehen ist.“ Grad die, die eh abergläubisch unterwegs sind, dürften nun angesichts des Freitags, den 13. eh doppelt die Hände über den Kopf zusammenschlagen. „Das ist doch typisch für den Terror – irgendwas Symbolträchtiges und so noch mehr zu verängstigen.“

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