The Shiver: „The Darkest Hour“

Auf The Shiver sind wir per Zufall gestoßen – ein toller Zufall und so gibt´s auch eine Rezi zum aktuellen Album der Italiener. „The Darkest Hour“ dürfte definitiv Fans melancholisch-dynamischer Mucke begeistern. Gothic-Rock-Fans also Lauscher aufsperren. Auch mag dem einen oder anderen Evanescence in den Sinn kommen, doch spulen wir mal auf Anfang, denn auch wenn der Sound von The Shiver super melodisch und eingängig ist, Sängerin Federica über eine wunderschöne, klar aber auch kraftvolle Stimme verfügt sind The Shiver weit davon entfernt, irgendein Abklatsch zu sein.

Beherzte, intensive Intonation und Interpretationen, ab und an progressive Querschläger in Sachen Breaks und Tempo-Wechsel sowie teils verspielt-vertrackte Momente finden sich hier. Straff sind die Songs dennoch, kommen immer wieder zum Punkt zurück und nehmen den roten Faden erneut dominant auf. Eingängig, mitreißend, TDH front cover 1500x1500ohrwurm-verdächtig – ja. Marke „§oh, wir haben eine tolle Melodie, die reiten wir zu Tode“ – nein. Die Akzentuierungen und Breaks sind gekonnt in einen dynamischen Fluß eingeflochten und auch wenn den Songs stets etwas Melancholisches oder auch Verträumtes anhaftet, rutschen The Shiver bei Tracks wie „The Key“, „Into The Darkest Hour“ oder auch dem Opener „Ocean“ nicht in saft- oder gesichtslose Massen ab.

Lasziv-entrückt präsentiert sich „The Secret“, ein Song, dem schon fast etwas Unwirkliches anhaftet und der durch effektvoll eingesetzte Samples noch das Tüpfelchen auf dem i kredenzt. Mit „Run Away“ haben The Shiver ein Stück in petto, das wirklich gut abzieht und dessen Steigerungen durch getriggerte Einsätze noch transparenter und doch druckvoller zur Geltung kommen. Stimmlich ist dieses Album auch ein Genuß. Die Front-Lady geht sehr ausdrucksstark zu Werke, aber von „Lieb-Kind“ fehlt jede Spur. Genialer Gothic-Power-Rock mit enorm viel Einfühlungsvermögen, einer guten Portion „13th Flor“-Atmosphäre (könnt Ihr Euch noch an diese Zeit erinnern, als Songs wie „Nemo“ oder „Join Me“ als Soundtrack von den Leinwänden herunter zauberten?), Eigenständigkeit und Energie. EV

Tracklist:

Ocean
The Key
Little Lonely Boy
Forgotten Soul
Bury
The Secret
Into The Darkest Hour
Run Away
Anything
Over

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