Voodoo Circle – In der WG Lob zum Abendessen, Teenies, die von nackten Weißwürschten träumen…

Aber bei genauerer Betrachtung verwundert es nicht, daß viele Künstler nicht einfach Amok laufend durch die Gegend fetzen. So an dieser Stelle mal ein kleiner Einblick zu Spotify zum Beispiel. „Für eine halbe Million Klicks gibt es sechzig Euro. Sprüche wie ‚dann hast du halt eine zu schlechte Plattenfirma‘ oder ‚Musiker sind selbst schuld‘ können nur von denjenigen kommen, die nicht davon leben müssen.“ Eigentlich kann man da nur noch mit dem Kopf schütteln und manchmal könnte man meinen, der Mensch an sich sei schlichtweg auf diesen Planeten, damit der Begriff ‚öffentliches Ärgernis‘ auch irgendwo angebracht werden kann. Aber kommen wir zu was Angenehmen: ‚Whisky Fingers‘.

„Das Album kommt so an, wie ich es mir erhofft hatte, auch der hörbare Blues-Einschlag gefällt und kommt gut an. Wir haben diesmal auch bewußt dynamischere Songs gemacht als auf den Vorgänger-Alben. Logisch steckt da viel Whitesnake-Flair drin und damit bewegt man sich auf dünnem Eis. Ich will nicht zu einer billigen Kopie verkommen.“ Daß böse Zungen natürlich grad ab und an mit solchen Kommentaren aufwarten, liegt auf der Hand. Die gibt es nämlich immer. „Solche Kommentare gehen mir aber am Arsch vorbei. Wir machen das, weil es uns gefällt und viele diesen Sound einfach nicht spielen. Und wir haben alle Spaß dabei. Das Beste ist: Auch die lautesten Kritikerstimmen werden leise, wenn sie uns live hören.“

Nicht umhin kommt man natürlich dabei, zuzugeben, daß bei allen Parallelen Voodoo Circle auch ihren ganz eigenen Wiedererkennungswert haben, was Alex genauso sieht. Und trotzdem: Dieser David (Readman) erinnert schon gewaltig an den anderen David (Coverdale), grins. „David kann bei Voodoo Circle genauso singen hören, wie er eigentlich ist, das ist seine wirkliche Seite. Das ist auch eine ganz andere Art zu singen und er ist damit aufgewachsen.“ Und so plaudert Alex auch darüber, wie es zu dieser Band eigentlich kam. Klingt fast nach einem Rücksitz-‚Unfall‘…

„Eigentlich ist diese Band im Auto entstanden. Irgendwann so gegen 02.00 h nachts, als wir irgendwo auf der Heimfahrt waren. David und ich standen am Tag gemeinsam auf der Bühne, wußten dabei gar nicht, was wir spielen sollten, aber wir haben uns zusammengefunden. Und so entstand aus der Unterhaltung, daß, wenn wir schon sowas einfach gemeinsam jammen könnten, wir doch eine Band draus machen sollten.“ Für Alex bedeutet Musik dabei schlicht: „Selbstverwirklichung, Spaß, Frieden und Power.

Ich hatte mit vierzehn meine erste Gitarre und als ich den ersten vernünftigen Ton übers Radio gehört habe, habe ich mich entschieden, daß ich Rockmusiker werden will. Nicht wegen des Geldes oder der Berühmtheit.“ Und im Laufe des Gesprächs gewinnt man immer mehr den Eindruck, daß in Alex doch ein kleiner Mentor steckt. „Du wirst lachen, ein Freund von mir und Gitarrenlehrer sagte mal zu einem seiner Schüler ‚der Alex ist ein Mentor‘. Klar, versuche ich bei entsprechenden Gelegenheiten über das Leben als Musiker zu reden. Ich habe auch schon Power Point-Präsentationen an Haupt- und Realschulen gehalten.“ Und nun kommen wir zu den herzigsten Fragen, die man sich für eine solche Situation so vorstellen kann und die eine unumstößliche, kindliche Weltfremdheit durchblicken lassen.

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