Archiv der Kategorie: Feuilleton – Kultur

Octanic – Bitte nicht zehnmal den gleichen Song und unter dem richtigen Endzeit-Fokus

„Für viele von uns sind es unsere Bücher, Filme und Musik, die uns durch den Tag retten – in guten wie in schlechten Zeiten.“

„Mit ihrem Debut sorgten Octanic in der Metal-Szene doch für einigen Wirbel, der eigenwillige und doch faszinierende Sound der Australier brachte jeden Song des Albums “The Mask Of Hypocrisy“ Octanic – Bitte nicht zehnmal den gleichen Song und unter dem richtigen Endzeit-Fokus weiterlesen

Hopelezz – Nicht reißende Bande, Genres, die man sich zusammenreimen läßt, ein bißchen Band-Kollegen schocken und eine personifizierte Krankheit

Für mächtig guten, neuen Stoff werden die deutschen Modern/Death – however (dazu später, daher mal flapsig der Begriff) Metaller Hopelezz im kommenden Frühjahr mit ihrem dann erscheinenden Album „Sent To Destroy“ liefern, soviel ist mal gewiß. Gewiß war dahingegen der kruzfristige Auftritt ein paar Tage vor diesem Interview in der Essigfabrik in Köln nicht. Hoplezz und einige andere, vornehmlich regionale Bands sprangen sozusagen für Eagles Of Death Metal in die Presche, weil… naja, um die Geschehnisse vom 13.11. Hopelezz – Nicht reißende Bande, Genres, die man sich zusammenreimen läßt, ein bißchen Band-Kollegen schocken und eine personifizierte Krankheit weiterlesen

Vanden Plas – Wenn Künstler Kräfte bündeln, Mentoren ihres Amtes walten und Silbermond Mozarts Nachfolger sein sollen

Ein wunderbares Beispiel, was dabei heraus kommen kann, wenn Künstler verschiedenster Kunstformen ihre Kräfte bündeln, sieht man an Vanden Plas´ „Chronicles Of The Immortals – Netherworld Path 2“. So ergaben sich dieses Album, wie auch logischerweise sein Vorgänger aus dem Wunsch des Autors Wolfgang Hohlbein einer Zusammenarbeit mit der Band heraus. Sänger und Mastermind Andy Kuntz zeigt sich seinerseits zum einen sehr zufrieden mit den Reaktionen, die die Band bisher für den Silberling einheimsen konnte, doch dazu später. Vanden Plas – Wenn Künstler Kräfte bündeln, Mentoren ihres Amtes walten und Silbermond Mozarts Nachfolger sein sollen weiterlesen

Deth Enemy – Im Zelt die Reißleine vor der Bierdusche gezogen oder: Die Pinguine aus Oz

Schon fast ein bißchen von den Socken zeigen sich Deth Enemy angesichts der Reaktionen auf ihre Debut “Unmovable”. Auch kein Wunder, felsenfest verankert in erdigem authentischen Heavy – als de 3hätte es die letzten Jahrzehnte und so manche seltsamen musikalischen Anwandlungen für die Gehörgänge des Trios gar nicht gegeben. Doch dazu mehr an späterer Stelle dieses Interviews. Sänger und Gitarrist Al Caiulo, mit einer herrlichen Portion Zynismus und Sarkamus gesegnet, freut vor allem eins:

„Das fetteste und überraschendste Kompliment ist eigentlich, daß uns bestätigt wird, wir hätten unseren eigenen Sound. Es ist schon fast etwas einschüchternd, solche Reaktionen zu bekommen und ganz klar sind wir stolz auf die Platte. Hoffentlich geht es auch so weiter. Es ist sagenhaft, als neue, unbekannte Band solche Reaktionen und gute Kritiken auf die eigene Platte zu bekommen.“

Dabei ging´s den Australiern auch nicht anders als anderen Bands und viele Erfahrungen wurden eben mit Coversongs und Auftritten mit Cover-Bands gemacht. Bis man mal die Nase davon voll hatte und sich eigenen Songs widmete. „Wir waren zwar alle in einigen Cover-Bands, wollten aber schon immer unser eigenes Material spielen und aufnehmen, bloß das Timing hat eben nie gestimmt. Nachdem wir eben von der Musik leben wollten, war das Spielen und Auftreten mit Cover-Bands eben die einzige Möglichkeit, das auch zu schaffen. Blöderweise haben wir irgendwann festgestellt, daß es doch einen feinen Unterschied ausmacht, in einem Haus oder einem Zelt zu leben… und so beschlossen wir, uns allgemein eine Auszeit von der Musik zu nehmen und andere Richtungen beruflich einzuschlagen.

Rage – Gefahr gebannt oder: wenn alle so wären wie Metal-Fans, dann…

rage 4Man hat´s nicht immer leicht, aber leicht hat´s einen. Auf Peavy (Peter Wagner), Mastermind, Basser und Sänger von Rage trifft zum Zeitpunkt dieses Interviews beides zu: Die Husterei hat ihn und leicht hatte er es auch mal wieder in Sachen Line-up nicht. Aber eins nach dem anderen. Rage – Gefahr gebannt oder: wenn alle so wären wie Metal-Fans, dann… weiterlesen

Die Werke von H.P. Lovecraft

love 4In den nächsten Tagen werden wir Euch mal einen Überblick zum Schaffen und Lebens dieses Autors auf diesen Seiten geben. Viele verbinden Lovecraft auschließlich mit dem Verfassen von Horrogeschichten… daß dem nicht ganz so ist, davon könnt Ihr Euch in der Zwischenzeit mit einer Auflistugn seiner Werke überzeugen. Viel Spaß beim Stöbern 😉

Prosa:

Arthur Jermyn (Facts Concerning the Late Arthur Jermyn and His Family)
Berge des Wahnsinns (At the Mountains of Madness)
Celephaïs (Celephais)
Cthulhus Ruf (The Call of Cthulhu)
Dagon (Dagon) Die Werke von H.P. Lovecraft weiterlesen

Die Prinzessin auf der Erbse – Märchen mal ausgefizzelt

Denkt man zuerst an dieses Märchen zurück, kommt einem schnell in das Bild einer verwöhnten, nie zufriedenen Prinzessin, der man es einfach nie recht machen kann, in den Sinn. Bei nochmaligen Durchlesen und Versuch des Verständnisses wird man doch einiger anderer Punkte gewahr. Gerade die Abgehobenheit, die man immer wieder im Laufe der Jahrhunderte innerhalb der Völker betrachten konnte, tritt hier zu Tage. Mal nicht sarkastisch formuliert wollen wir hier einmal das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ aufschlüsseln.

erbse
Sprichworte, wie „einen an der Erbse haben“, „den Knall nicht mehr gehört haben“ – Aussprüche wie diese, ob elegant oder salopp verwendet, finden sich immer wieder und weisen auf einen weitest gehenden Verlust zur Realität der Allgemeinheit auf. Die Prinzessin auf der Erbse – Märchen mal ausgefizzelt weiterlesen

Menschenwürde in der Tradition Chinas

Hm, warum dieses Thema? Hier? Naja, wir dachten uns halt, es wird viel geredet, China ist eh eine der Weltmächte und will irgendwie auch immer mehr. Gerüchte und Gerede um eine neue geplante Weltwährung sind im Gange. Warum also mal nicht das Ganze von einer anderen Seite beleuchten und sich die Ursprünge anschauen?

So, haben wir getan und dabei kam folgendes raus: Es ist nicht unbedingt so, daß China für seinen menschenwürdigen Umgang sonderlich positiv bekannt wäre. Eher das Gegenteil ist der Fall und die Sitten dort sind einfach auch nicht jedermanns Sache. Doch wer entscheidet schon, was schmeckt und was nicht. Die Art und Weise ist es aber manchmal, die Menschen einer bestimmten Kultur an den Tag legen, die anderen Menschen mehr als nur sauer aufstößt und auf Empörung stößt.

Also, die Vereinigten Nationen sind sich schon mal drüber einig, daß China nicht so ganz – äh – ins Bild paßt. Da sei zum einen einmal die seltsame Art der Geburtenregelung und vor allem das – ich nenn´s mal – ante-zivile Bevorzugen des männlichen Geschlechts. Wo hat´s die Nation denn hingebracht: Ein Kind darf man haben und alle wollen einen Jungen. Na klasse, der Überbevölkerung wird´s nicht schaden. Zum einen weniger Chancen zur Vermehrung und da Jungs eh die größeren Streithansel sind… ups, laut gedacht.

Folter ist auch so´n Dingens. Da ist ja mal rein überhaupt gar nie nichts geregelt und die gute Nation macht, was sie will. Vielleicht ist die Luft dort schlecht (was wirklich stimmen könnte, aber sicher kein Grund ist). Der Einzelne zählt nichts, alles zum Wohle des großen Ganzen. Doch woher kommt´s?

Dazu muß man ein bißchen hinter die Kulissen schauen, denn so verkehrt ist das ja alles nicht bzw unverständlich.

Die liebe Menschenwürde – eigentlich ist die ja in der Gesetzgebung recht einseitig gelagert, gelle? Jeder hat das Recht, mit Würde behandelt zu werden und wehe wenn nicht, dann wird gleich auf HB-Männchen gemacht und rumgepfropfert wie die Angst. Aber was ist eigentlich damit, da Menschenwürde auch bedeutet, den Anderen, das Gegenüber entsprechend zu behandeln und ebenso als würdevolles Wesen zu erleben. Das und nichts anderes heißt nämlich Menschenwürde. Wer sich also mal mit Kant und Co und solchen Schmonzetten beschäftigt hat, ist klar im Vorteil. Unsere Menschenwürde hier im Westen (von wo aus man es halt betrachtet, nee, das ist auch wieder die Frage, dreht einfach mal den Globus) läßt schon auch gewaltig zu wünschen übrig, da gibt es nichts dran zu rütteln. Jeder will haben und keiner gibt.

Der mit der Menschenwürde verbundenen Verantwortung kommt doch fast keine Sau nach. Aber anderes Thema. Betrachtet man die Philosophie, als im Grund, am Anfang usw in China, besteht am Grundgedanken so gut wie kein Unterschied zu dem, was Menschenwürde eigentlich darstellt. Nun gucke ma mal Richtung Mengzi und Konfuzius: Die reden nämlich genau von diesem Verständnis der Menschenwürde. Warum ist davon in der Umsetzung also kaum etwas übrig? Nein, es liegt nicht am Essen.

Interessant ist dieses Thema, am Rande angemerkt, übrigen auch, weil sich die Unzufriedenheit des Volkes, der Einzelnen, immer mehr bemerkbar macht und sich das Volk langsam aber sicher zu besinnen scheint. Die alten Werte gewinnen wieder an Bedeutung. Kein Mensch hat Bock auf Ausbeutung und Unterdrückung am laufenden Band, sei es durch el cheffe oder irgendeinen Polit-Saftsack. Nur was ist, wenn man alle miteinander nicht mehr so funktionieren, wie die liebenswerte Obrigkeit das wünscht? Hm… vielleicht wird auch aus diesem Grund in China selbst dieses Thema wieder ein bißchen weiter in den Vordergrund gerückt. Seiner Verpflichtung gegenüber dem Volk kommt China so auf jeden Fall nicht nach.

Ein Blick auf die Geschichte China´s macht einiges klar: Ein Volk, stets von außen gefährdet und Widrigkeiten ausgesetzt. Natürlich steht hier die Sicherheit des bitte ganz großen Ganzen im Vordergrund – um nicht mehr angreifbar zu sein. Dabei scheint man aber eines vergessen zu haben: Irgendwann ist es auch wieder gut, denn eine Übermacht hat noch niemanden geholfen, zu Ruhe und Frieden beigetragen, Naja, zu Ruhe vielleicht, aber auch nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung. Die autoritäre Staatsführung China´s dient lediglich dem Zwecke, ein Auseinander- oder Zusammenbrechen des Staates zu verhindern. Doc: Welcher Staat, wenn er nicht mal aus Menschen besteht, die ein lebenswertes Leben führen können? Was will man dann wovor schützen, wenn man es selbst zermürbt?