Archiv der Kategorie: Glossen – Unsere Kommentare zu Berichterstattungen und Co

Haben seriöse Tageszeitungen noch eine Zukunft?

„… und sei dir deiner Verantwortung als Mensch ganz klar bewußt…“, so eine schöne und bedeutungsschwangere Textzeile aus dem Song „Hexenjagd“ der deutschen Band Unheilig, doch dazu später nochmals am Rande.

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Wenn ein A doch ein X ist und es B gar nicht erst gibt…

… in der Welt der heutigen Presse-Zunft mahlen die Mühlen. Anders halt. Das Interview mit Zak Stevens hat dies mal wieder einmal deutlich gemacht: Migrationsflut vorn und hint, unsere lieben Politiker auf Watte betten und, und, und… und was so „nebenbei“ an Schicksalen passiert, ist wurscht. Da fragt man sich doch nicht mehr lou grantnur nach der nötigen und oftmals mangelnden Medien-Kompetenz der Leser, also ob die noch zwischen Schrott und echten Nachrichten und Wahrheitsgehalt unterscheiden können. Wenn ein A doch ein X ist und es B gar nicht erst gibt… weiterlesen

Was fängt man denn mit Bloggern an?

Das waren noch Zeiten, als man sich richtig ins Zeug legen mußte, eine Webpräsenz an den Stat zu bringen, oder? Erst mal einen gescheiten Anbieter aussuchen, denn schließlich will man doch ein bißchen Leistung für die Kröten haben, die man für Webspace berappen muß. Und für Traffic etc… Die Anbieter schoßen aus den Boden und sich in dem Angebot zu Recht zu finden, war für Neulinge auf jeden Fall oft ein Drama. Versteckte Kosten wie überall in der Wirtschaft und kein Paket war wirklich absolut so, daß es ein Rund-um-Wohlfühl-Paket darstellte. Zumindest gab es immer was zu motzen.
Von HMTL über Java bis zu MySqul, PHP etc eignete man sich oftmals mühsam alles Mögliche an, damit man schön viel Firlefanz auf seiner Webseite präsentieren konnte, sich evtl bei größeren Unterfangen inkl. Archiv und umfangreichen Suchfunktionen evtl die Arbeit etwas erleichtern konnte Was fängt man denn mit Bloggern an? weiterlesen

Zum Thema Verlagswesen – ein bißchen Nachsicht

Wir motzen ja so gern rum, grad in dieser Rubrik. Der Beitrag ist da nicht ganz si böse – oder. Naja, mal schauen. Aber wir versuchen´s mal. Nun, wenn man schon die Arbeit und die Arbeitsweise der Presse moniert und/ oder bewertet, sollte man auch einmal ein bißchen hinter die Kulissen blicken: Denn – TATA – eine Zeitung will finanziert sein. Nun denkst sich sicher so mancher Schlauberger: „Hö, der Euro Zwanzg reicht für des Blaaddl scho“, und irrt damit nicht selten ganz gewaltig.

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Ein kleiner Ersatz? Das Prinzip der Hofnarren

In dieser Rubrik lassen wir uns ja nur zu gerne zu Presse und damit verbundenem Tralala aus und wie wir schon mal so beschlossen haben, ist´s da eben mit der Ehrlichkeit ungefähr so weit her mit dem Heißhunger eines Löwen auf Tofu. Nun, aber so ganz unkritisch bekommt man als gemeiner, auch als netter, Bürger, auch nicht alles serviert, mundgerecht portioniert. Mit gallischer Mentalität gibt es da noch ein unbeugsames, kleines Völkchen, fernab der Medienmarionetten und fetten Skandale.

Früher nannte man sie Hofnarren, heute heißen sie eben Gruber, Barth, Mittermeier usw. Und sind wir mal ehrlich: Manchmal kann man doch echt froh sein, daß wir unsere Traditionen so lieb haben, auch wenn manche einfach schlicht ein Scheiß sind. Also, der Hofnarr heißt heute neumodisch Comedian. Das leite ich jetzt einfach mal so her. Und ja, als Comedian tut man nicht nur das, was einst des Hofnarrens Freiheit war: Nämlich ungestraft dem Oberhaupt am Fürsten- oder Sonstwas-Hof den Pinsel zu rasieren. Nein, doch nicht so, Leut. Die Meinung geigen, so verbal mitten auf die Zwölf. Klar, nachdem die Interessensgebiete der Menschen mitunter etwas weiter auseinander driften (ich sag nur Tofu) gibt´s auch Comedians, die ihre Lebensaufgabe eben darin sehen, Leutchen zum Lachen zu bringen. Logisch, wo gehobelt wird, fallen Späne und irgendwer muß halt der Depp sein, über den gelacht wird – aber das gehört zum Menschsein von Geburt an dazu. Depp sein.

Find ich persönlich auch gar nicht so schlimm, lieber mach ich mich zum Affen als zum Arsch. Aber weiter im Text: Wo waren wir jetzt – ach so, ah, jetzt, ja. Tradition. Ich vermute ja langsam so eine kleine Verschwörung und die Leute freuen sich in Wirklichkeit gar nicht mehr darauf, sich an Fasching/ Karneval, wie auch immer man das bezeichnen möchte, verkleiden zu können, ungestraft einen bis dreizehn zu bechern oder sonstigen Unfug ungestraft (meinen sie immer) zu veranstalten: Nein!! Da darf quer durch die Botanik lauthals bis zur kehlischen (gibt´s das Wort?) Erschöpfung gejubelt werden, wenn unsere lieben Herren und Damen Politiker einfach ihr wohl verdientes Fett abkriegen. Sind wir mal ehrlich: Unverblümt und rotzfrech alles, was einem nicht paßt, auf den Tisch knallen zu können, ohne daß es in irgendeiner Form Aua macht? Herrlich, oder? Klar, die Gesellschaft an sich kriegt auch ihren Batzen weg, Themen zum Augenrollen gibt es mehr als Sand am Meer (hey, reimt sich).

Gut, zugegeben, nur hier laut zu maulen hat schon auch einen Touch von Feigheit, aber besser als nichts. Auch ein toller Aspekt am Brauch der Büttenreden: Es darf das ganze Jahr zynisch, sarkastisch und einfach ehrlich geplappert werden, wenn man sich der Zunft der Comedians zurechnen kann und einen Bekanntheitsgrad erreicht hat, der eine Einweisung samt Hab-mich-lieb-Jacke eher unmöglich macht. Würd vielleicht auffallen. Und eiderdaus: Manche haben sich das sogar hinter die Löffel geschrieben. Während manche eben ihr Seelenleid über die – naja, andere –Hälfte klagen und mit Augenzwinkern die geistigen Wirrwarrs und „Problemchen“, die der arme gebeutelte Mensch so im Alltagsleben hat, erzählen (übrigens auch ein wichtiger Aspekt, denn an solchen Witzen etc kann man mal sehen, wie lächerlich manches fei jetzt mal wirklich ist), widmen sich eben manche eher politischen Themen.

Nun kommen wir zum doofen Aspekt daran: Leider findet sowas meist nur halb versteckt statt und zu Uhrzeiten, die man eigentlich nur so sehen kann: Die Macher hatten keine Ausrede, das Sendeformat abzulehnen, dann wird´s eben lieblos irgendwann unter der Woche mitten ins Nachtprogramm gestopft. Der brave Bürger schläft da, die Arbeit ruft am nächsten Morgen… Haha, ein Hoch auf das Internet, das hat keine festen Sendezeiten. Natürlich fehlt es den Comedians an „korrekter“ Berichterstattung, doch mittlerweile ist genau das das Schöne. Was man hier zu Hören bekommt ist subjektiv. Das beinhaltet aber drei Dinge (wenn man willig ist): Der Plauderer mußte sich über Thema X schlau machen und kann keine absoluten Nicht-Fakten als Basis seines Ausführungen abliefern. Zweitens: Das gute Wesen, das sich da den Mund fusslig redet, kann sich schon mal EIGENE Gedanken gemacht (hui, Gedanken und dann auch noch eigene). Drittens: Man könnt´s ja nachmachen und auch mal, dadurch inspiriert, den eigenen Denkapparat anschmeißen. In diesem Sinne

Ist die Presse einfach durch?

Hm, unsereins ist einfach mal geneigt zu sagen: JA. Aber mit Volldampf die Karre im Dreck versenkt. Gut, ich könnte mit dieser atemberaubenden Erkenntnis diesen Post auch gleich wieder schließen, denn auf Punkt gebracht ist die Meinung damit.

Ganz so einfach wollen wir es uns aber nicht machen. Fragen wir doch zu erst einmal warum dem so ist. Ganz bös´ g´sagt sind wir wieder ins Mittelalter zurück gefallen, als die bitterböse Kirche das Lesen nur elitären Haubentauchern erlaubte, oder anderzeits und -orts, wo eben auch nicht jeder Lesen lernen durfte. By the way: Mit´m Schreiben hatten´s die Leute dann somit also auch nicht so wirklich, gelle. Fei echt!

Lernen durfte nur, wer halt eben „auserwählt“, also betuchter oder großkopferter war oder sonstwas, oder es ging nach der Geschlechterfrage (ja, gibt´s ja immer noch). Unterm Strich heißt das schlicht eben nichts anders als: Infos darf nicht jeder haben. Heutzutage dürfen die meisten lesen lernen (gut, die Kinder an der Schule verfluchen´s manchmal, schätz´ ich) – und das ist auch gut so. Sprache ist nicht nur etwas wundervolles, wenn man seinem Gegenüber gewählt sagen kann, daß er/ sie leise gehen, also sich schleichen soll (= Land gewinnen), man sein Gegenüber elegant auszukontern vermag oder schlicht einen Vortrag halten muß.

Nehmen wir als Beispiel den Turmbau zu Babel: Bibel hin oder her, auf jeden Fall war es den Leuten, die das Zeugs zusammengeschrieben haben, wohl wichtig genug, auf Sprache als Kommunikationsmittel einzugehen, daß genau diese durch Gott als Strafe für die Hochnäsigkeit der Menschen zerstruet wurde. Gut, heut hamma den Salat und dürfen uns in manchen Fällen mit Händen und Füßen verständigen (nein, Tritte in die Eier sind dabei nicht gemeint).

Sprache hat Kraft. Und, um auf´s Thema zurückzukommen (jaja, ich weiß, ich schweif gern ab, pfff, ich darf das): Das geschriebene Wort hatte auch den Wert von Information. Ganz wichtig, merken, gell. Gut, nun kann man sagen: „Hey, is doch mir wurscht, i hob an Fernseher. “ Das war jetzt übrigens bay´risch. Ja, schee für di… und a schee, daß´d da Nachrichten ohean kannst (=anhören kannst), aber was hilft´s denn?

Liebe Leser, eines muß man doch mal ganz klar gesagt werden: Erst ist das Lesen an sich verboten worden. Dann Bücher unter Verschluß gehalten (wie auch andere  – nennen wir es mal – Wissensblätter etc)… und heute? Ja, wenn alles nix mehr hilft und jedermann heutzutage fast alless finden kann, was er/ sie will, erfindet man halt nur noch Kack, veröffentlich den und nennt es: Tata: Presse. Ja, wos, Presse von Presswurscht, Presse von erpresst worden sein, daß man den Mist oder Unwahrheiten schreibt? Presse von schlecht gesch… und dann pressen müssen? Es ist mir schleierhaft.

Fakt ist: Ich schimpf mich selber Sauklauerin, also Redaktions-/Journalistenmensch und ich will sicher nicht die ganze Zunft über einen Kamm scheren. Aber wie schaut´s denn aus? Entweder es kommen nur aufgebauschte Katastrophenmeldungen (schön zum Ablenken vom Fracking, ha?), die Wahnsinnsenthüllungen sind dann wahrscheinlich jene, wo man erfährt, daß der eine Haxen von Angelina Jolie 0,5 cm länger ist als der andere… und bei den wirklich wichtigen Themen wird gelogen, gemauschelt oder auch ganz nett (und ich schau jetzt mit meinem inneren Auge niemanden ganz tief in das rabenschwarze Köpfchen – rabenschwarz, weil leer und Licht aus): Diffamierungen, die keine Sau aushält.

Informative Blätter und Sender halten sich dezent mit Dokus im Hintergrund oder sind im Free TV eh nicht zu bekommen, kritische Sendungen wie etwa „Neues aus der Anstalt“ (sehr genial, da auch nicht wirklich politisch Interessierte einfach einen Zugang zwangsläufig durch die Bissigkeit der Sendung und der jeweiligen Akteure finden) kommen  mitten in der Nacht bei ZDF (pauschal wegen der GEZ eh schon unten durch) und was sich früher für Kunst einsetzte, bringt heut „Entertainment“ an den Start. Ja, wunderbar, sog i da. ENTERTAINMENT. Ja, unbeschwerte Unterhaltung ist was tolles, ein bißchen Luft für die Seele, aber zu 90 Prozent hirnloser Krampf nach Schema F ( und da brachte man mal den Witz „was denkt ein Bassist auf der Bühne? A -A, E-E…“).

Das ist einfach nicht Fisch, nicht Fleisch, sondern Gammelfischfleisch, sorry. Das Problem ist hierbei nicht wirklich, daß nicht ALLE Zeitungen, Sender, Journalisten bei der Wahrheit und sogenannten investigativem (früher stand das für Enthüllungen und nicht für Daniel Düsentrieb) Berichterstattung bleiben/ geblieben sind. Das echte Problem ist auch nicht, daß hier geschmiert wird, daß Sachen unter den Teppich gekehrt werden, die Politik das Gleichgewicht im Blätterwald tütelt…

Das echte Problem ist: Es ist aufgefallen.

Und somit, liebe Presse: Nachdem man den Wind aus den Segeln genommen hat, hat man zudem folgendes geschafft: Das Vertrauen ist hinüber. Es ist schön zu wissen, wenn man jemanden nicht glauben kann. Oder auch, wenn EINEM Bericht von Blatt XY nicht glauben kann. Aber im Grunde ist die Presse an einem Punkt, daß eben null Glaubwürdigkeit mehr vorhanden ist. Alles wirkt schwammig, vorsichtig – oder verlogen.

Vielleicht war´s einfach zuviel des Guten – die Presse hatte viele Chancen, denn eigentlich heißt es ja, wer einmal lügt… Meiner bescheidenen Meinung nach glaub ich lieber gar nix mehr und schau mir die Welt selber an. Das „Zeugnis Anderer“, daß diese Branche an den Tag legt, ist ein Armutszeugnis geworden. Sorry, genug geschimpft.

Was zum Henker ist eine Glosse??

Glosse, nicht Gosse!!

Aaalso, unter einer Glosse versteht man eine Berichterstattung, die mit Absicht sehr subjektiv gefärbt ist. Sprich, die eigene Meinung des Schreibelings fließt mit ein. Humor und Spitzzüngigkeit sind hier ebenso selten wie Ironie und Sarkasmus. Was den Wahreheitsgehalt der Fakten nicht schmälert. Die Kunst dabei ist affees, daß der Leser den objektiven Bereich hiervon vom subjektiven Part trennen kann.
Wir hoffen, unsere doofe Schreibe gibt das her und wir können Euch eine Menge Spaß, Information und Augenzwinkern bieten und Euch auch das eine oder andere hinterfragen lassen. Denn darum geht es in einer Glosse. Nicht nur Schönmalerei.

Die richtigen Themen haben wir uns ja ausgesucht – Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kommentare zu anderen Berichterstattungen und alles, was sonst noch anfällt unter News.

Viel Spaß

Lasset den Blödsinn die Welt regieren

Jim-Moriarty-jim-moriarty-35625501-413-500In diesem Sinne werden all diese Kategorien, die Euch nun angezeigt werden, nach und nach gefüllt werden und wir wenden unseren ausgewählten Themen sehr viel Bedacht und Muse zu. Versprochen. Stay curious – es geht lo-hos

 

P.S. Dieser Beitrag steht als erster in jeder Kategorie, weil… na, damit Ihr gleich seht, was auf Euch zukommt und nicht erst, wenn es zu spät ist – und damit wir auch mal durchblicken 😉